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Rede des Stadtverordneten Kai Boeddinghaus zum Haushalt 10 |
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Meine sehr geehrten Damen und Herren,
 bei seiner Kandidatur zum Oberbürgermeister dieser Stadt, hatte Herr Hilgen sich in besonderer Weise für seine Amtszeit ein Mehr an Transparenz und ein Mehr an Demokratie auf die Fahnen geschrieben.
Ein Bürgerhaushalt sollte her, die Position der Ortsbeiräte gestärkt werden - all dies, um die Menschen in dieser Stadt stärker in die Entscheidungen einzubinden. Gerne verwies er dabei auch auf die Notwendig solcher Maßnahmen, um der Abwendung der Bürgerinnen und Bürger von den demokratischen Institutionen entgegenzuwirken, was sich ja nicht zuletzt in den immer niedrigeren Wahlbeteiligungen ausdrückt. Nichts ist davon geblieben. Bürgerhaushalt: ein ängstlicher Start mit einer jämmerlichen Landung. Stärkung der Ortsbeiräte: Fehlanzeige: es war der Ortsbeirat Wilhelmshöhe mit Vorsitz und Stimme des Kollegen Engels, der den Magistrat einstimmig nicht etwa aufforderte besser zu informieren, nein, Kolleginnen und Kollegen, die Aufforderung lautete "die Desinformationspolitik gegenüber dem Ortsbeirat zu beenden".
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Rede zur Wiederwahl des Kämmerers Dr. Jürgen Barthel von Norbert Domes |
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Haushaltskonsolidierer?
Zunächst ist der Anstieg bei den Gewerbesteuereinnahmen nicht das persönliche Verdienst des Stadtkämmerers sondern ein glücklicher Umstand eines vergangenen Konjunkturaufschwungs - und wir müssen leider davon ausgehen, dass mit den Sturz in die Rezession die GewerbesteuerEinnahmen -flankiert von der Steuersenkungspolitik der Bundesregierung- drastisch einbrechen werden. Von nachhaltiger Entlastung des Haushalts kann hier nicht die Rede sein.
Was uns der Stadtkämmerer ansonsten als erfolgreiche Konsolidierung präsentiert sind Scheinerfolge.
Eine seiner Methoden ist eben nicht der Abbau von Schulden sondern die Verlagerung der Schulden:
Einnahmen für die Stadtkasse bei Belastung der kommunalen Betriebe und Belastung der Bürger über höhere Gebühren.
Hier verficht Dr. Barthel kreative Lösungen: Eigenkapitalverzinsungen, garantierte Gewinne, rasche Rückzahlung von Krediten, die die Stadt an die Betriebe gegeben hat.
Seine superkreative Lösung: die Erfindung einer Risikobürgschaftsverzinsung für die Eigenbetriebe.
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Rede zur Wiederwahl des Sozialdezernenten DR. Jürgen Barthel von Renate Gaß |
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„Leben, Gesundheit, Ehre und Würde des Menschen sind unantastbar.“ Artikel 1 Hessische Landesverfassung
Jeder Dezernent legt bei seinem Amtsantritt den Eid auf die Hessische Landesverfassung ab. Dies, so nehme ich an, hat auch Herr Dr. Barthel getan.
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Dieser wirft dem DGB in seiner Pressemitteilung vor, mit seiner Aufforderung, grundsätzlich Widersprüche einzulegen, würde der DGB dem unwirtschaftlichen Verhalten der ALGII-Bezieher das Wort reden.
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Ich will nicht abstreiten, dass es in dieser Einkommensgruppe vereinzelt unwirtschaftliches Verhalten gibt, aber der Mehrzahl der Tansferleistungsbezieher Energieverschwendung zu unterstellen stellt angesichts der schlechten Bausubstanz vieler billiger Wohnungen die Tatsachen auf den Kopf.
Die pauschale individuelle Schuldzuweisung verletzen die Integrität und Würde der Menschen.
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Rede zur Wiederwahl der Dezernentin Anne Janz von Dr. Marlis Wilde-Stockmeyer |
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als positiv kann man das generelle Angebot von Frau Janz zu Gesprächen und Informationen bezeichnen. Dazu gehören auch die interfraktionellen Sitzungen, auf denen ein vertiefter Informationsaustausch möglich ist. Dies kann man so sicher nicht von allen Dezernenten behaupten.
Dass Frau Janz sich um Verbesserungen in ihren verschiedenen Bereichen bemüht, ist durchaus erkennbar.
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Da zeigen sich aber dann auch schon die Unterschiede in den Gewichtungen zwischen grüner und linker Politik: Zielsetzung unserer Fraktion ist die Verbesserung der Chancengleichheit, ist die Möglichkeit einer gleichberechtigten und damit gerechteren Teilhabe insgesamt.
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Rede des Stadtverordneten Kai Boeddinghaus zum Haushalt 09 |
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Meine sehr geehrten Damen und Herren,
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meinen beiden Reden zum Haushalt, die ich hier bereits 2006 und 2007 gehalten habe, habe ich zwei Feststellungen vorangestellt.
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1. Eine Kommune wie Kassel kann nicht die sozialpolitischen Ungerechtigkeiten des ganzen Landes ausgleichen.
2. Wir als Kasseler Linke können dies ernsthafterweise also auch nicht fordern.
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Und ich habe dann aber fortgesetzt - und das gilt eben auch in diesem Jahr - wir müssen die Frage, die Forderung stellen: haben wir alles getan, was möglich und was nötig ist.
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Zur SPD-Grüne Vereinbarung in Kassel |
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Ein Kommentar von Norbert Domes:
Viele (auch löbliche) Absichtserklärungen, wenig Handfestes.
Aber bemerkenswert ist, was nicht drin steht.
Nichts zum Flughafenneubau Kassel-Calden, nichts zum Langen Feld.
Die Vereinbarung kennzeichnet Flughafen und Langes Feld nicht als Punkte, in den SPD und Grüne unterschiedliche Position haben, es wird auch kein Kompromiss formuliert, es wird dazu einfach geschwiegen. Folgerung: die Grünen akzeptieren offenbar stillschweigend die Position der SPD und hoffen darauf, dass es bis zur nächsten Wahl keiner merkt.
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Sozialdezernat qualifiziert besetzen |
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Kommentar zum Antrag Sozialdezernent qualifiziert besetzen:
Die Kasseler Linke.ASG hat diesen Antrag deswegen auch so deutlich gestellt, weil die Vernachlässigung der Interessen all derjenigen, die auf eine Unterstützung, eine Begleitung, eine Förderung ihrer Lebenssituation durch das Sozialdezernat, durch diesen Sozialdezernenten so eklatant ist.
Zu allererst hat eine solche Kritik an der Amtsführung und dem Amtsinhaber ein streng sachliche und fachliche zu sein. Wenn aber, wie in diesem Falle, die Art der Amtsführung daraufhin weist, dass der Amtsinhaber aufgrund seiner Persönlichkeit, seiner Neigungen, seiner Interessen (eben deutlich stärker als Kämmerer denn als Sozialdezernent) offensichtlich für diesen Job ungeeignet ist, dann muss auch dieser Mangel offen benannt werden. Dies gilt umso mehr, als die Betroffenen eben auch ganz persönlich unter dieser Amtsführung leiden.
Genau hierum geht es. Im Redebeitrag sind ausdrücklich Beispiele benannt worden, die zeigen, dass es eben nicht nur darum geht, dass der Dezernet nicht kann, sondern dass er auch nicht will. Und so wenig wie ein Vegetarier einen guten Metzger abgibt, so wenig taugt ein kühl kalkulierender Technokrat zum Sozialdezernent. Das ist nicht nett, dass auszusprechen - an der Einsicht kommen wir aber nicht vorbei. Bei jedem Job wird aber eben neben der fachlichen Qualifikation auch eine persönliche, menschliche verlangt. Beide Qualifikationen müssen vorliegen. So selbstverständlich wie die Tatsache, dass Metzger und Vegetarier keine schlechten Menschen sind, so klar ist, dass sie nicht jeweils in die Haut und den möglichen Job des anderen schlüpfen können und sollten.
In Kassel leiden unter der offensichtlichen Tatsache, dass der amtierende Sozialdezernent "seiner Kundschaft", wie er sie selber nennt, nicht zugetan ist, sehr, sehr viele Menschen. Dazu zu schweigen ist eine Unterlassung. Die deutliche Zuspitzung eine aus unserer Sicht notwendige Aktion. Dass die HNA, zumindest in der Überschrift, das selbstverständlich nochmal gerne auf eine vermeintlich persönliche Auseinandersetzung reduzierte, bzw. vor allem die SPD sich dieser Auseinandersetzung nicht stellen will, war nicht anders zu erwarten.
Dokumentation der Rede des Stadtverordneten Kai Boeddinghaus zum Antrag der Kasseler Linke.ASG:
Es gibt Stimmen, Kolleginnen und Kollegen, die sagen, dass die Besetzung der Postion des Kämmerers und Sozialdezernenten durch ein und dieselbe Person grundsätzlich nicht funktionieren kann. Tatsächlich ist das kein grundsätzliches Problem. Es kommt aber eben drauf an, wer den Job macht und wie er gemacht wird.
In Kassel, meine Damen und Herren, haben Sie, Herr Oberbürgermeister, Herrn Dr. Barhel neben seiner Funktion als Kämmerer auch mit der Funktion des Sozialdezernenten betraut.
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Folien zum Vortrag von Frank Jäger auf dem Kasseler Erwerbslosentag |
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